Auszeichnungen
Luisa Wedel und Enie Heim, zwei Yellow-Tigers mit der Hessischen Landesauswahl am Deutschland-Cup 2026
Dank starker Leistungen in den vergangenen Monaten am Hessischen Landesstützpunkt haben sich mit Luisa Wedel und Enie Heim gleich zwei Spielerinnen der HSG WBW (Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden) einen Platz im Landeskader gesichert. Für die beiden Nachwuchstalente ging es damit vom 8. bis 11. Januar zum Deutschland-Cup nach Hannover – dem wichtigsten Nachwuchsturnier auf Landesverbandsebene und zugleich der inoffiziellen deutschen Meisterschaft der weiblichen B-Jugend.

Beim Deutschland-Cup treffen die 16 Landesverbände des Deutschen Handballbundes aufeinander. Das sportliche Niveau ist entsprechend hoch, zahlreiche DHB-Sichter und auch der Bundestrainer verfolgten die Spiele aufmerksam. Für viele Spielerinnen ist es die größte Bühne ihrer bisherigen Laufbahn und die Chance, sich für weiterführende Aufgaben bis hin zur Jugendnationalmannschaft zu empfehlen.
Team Hessen präsentierte sich von Beginn an in beeindruckender Form. In der Gruppenphase dominierten die Hessinnen ihre Gegnerinnen und sicherten sich mit drei Siegen aus drei Spielen souverän den Gruppensieg. Gegen Nordrhein (24:19), Sachsen-Anhalt (34:18) und Westfalen (30:23) zeigte die Auswahl temporeichen, konzentrierten Handball. Auch Luisa Wedel und Enie Heim trugen ihren Teil zu den starken Auftritten bei und sammelten wertvolle Erfahrungen auf höchstem nationalem Jugendniveau.
Im Viertelfinale wartete mit dem HV Niedersachsen-Bremen der Gastgeber. Trotz einer nicht ganz konstanten Leistung behielt Hessen die Kontrolle und setzte sich am Ende deutlich mit 28:18 durch. Der Einzug ins Halbfinale war verdient. Der Traum vom Finale greifbar nah. Dort kam es zum Duell mit Sachsen, dem späteren Turniersieger. Hessen erwischte keinen optimalen Start, leistete sich in den Anfangsminuten einige Unkonzentriertheiten und ließ zu viele Bälle liegen. Dennoch kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück ins Spiel. Mit großem Willen, Leidenschaft und harter Arbeit holten die Hessinnen Tor um Tor auf. Am Ende fehlte nur ein Treffer. 26:25 für Sachsen.
Ein Spiel, das zeigte, wie viel in dieser Mannschaft steckt. Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war riesig. Viele Spielerinnen waren emotional völlig am Ende, einige brachen regelrecht zusammen. In diesem Moment wurde deutlich, wie ehrgeizig dieses Team ist und wie viel es allen bedeutete. Monatelanges Training, unzählige Einheiten am Stützpunkt, Schmerzen, Rückschläge und das ständige Weiterkämpfen hatten die Spielerinnen an diesen Punkt gebracht. Sich nach dieser Aufholjagd nicht belohnen zu können, tat weh. Traurig zu sein war in diesem Moment mehr als verständlich. Auch die Rahmenbedingungen forderten ihren Tribut: Innerhalb von vier Turniertagen standen zahlreiche Spiele an, oft zwei an einem Tag. Gerade vor dem Halbfinale hatte die hessische Auswahl die kürzeste Regenerationszeit aller Teams und musste bereits rund zwei Stunden nach dem vorherigen Spiel wieder antreten. Die Belastung steckte spürbar in den Knochen. Dennoch blieb der Einsatz bis zur letzten Sekunde ungebrochen.
Im Spiel um Platz drei gegen Nordrhein (22:20) mobilisierte Hessen noch einmal alle Kräfte, musste sich erneut knapp geschlagen geben. Platz vier ist am Ende ein undankbarer Rang ohne Medaille, schmälert die Leistung jedoch in keiner Weise. Mit dem vierten Platz unter 16 Landesverbänden und einer herausragenden Vorrunde hat Team Hessen beim Deutschland-Cup ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Nicht wenige deutsche Nationalspielerinnen haben in ihrer Jugend bereits beim Deutschland-Cup gespielt. Für viele war dieses Turnier ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg nach oben. Entsprechend groß ist auch die Hoffnung, dass einige der aktuellen Teilnehmerinnen, vielleicht sogar eine Hessin oder eines Tages eine Spielerin der HSG WBW, den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen kann. Für Luisa Wedel und Enie Heim war der Deutschland-Cup ein sportlicher Höhepunkt und zugleich ein besonderer Abschluss ihrer Zeit in der Hessenauswahl. Jetzt gilt es, die Erfahrungen mitzunehmen, im Training weiter hart zu arbeiten, aus Erfolgen wie aus Enttäuschungen zu lernen – und den Blick nach vorne zu richten. Die Zukunft dieser Mannschaft und ihrer Spielerinnen macht Mut.






















